Faschismus ist keine Weltanschauung, sondern ein Verbrechen
Bei der Bundestagswahl 2009 haben rund 750.000 Menschen eine undemokratische Rechtspartei gewählt. In mehreren Landtagen sind Rechtsextremisten vertreten. Organisatorische rechtsextremistische Strukturen finden sich auch in Niedersachsen.
Mit dem bekannten Zitat von Erich Fried ist ein Grundlagenseminar überschrieben, das sich mit den organisatorischen Strukturen der undemokratischen Rechten in Niedersachsen auseinandersetzt. Öffentlich wahrgenommen wird der Rechtsextremismus infolge des gescheiterten Verbotsverfahrens und ihrer relativen Wahlerfolge vor allem durch die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD). Neben vielen Kleinparteien existieren, neben und teilweise in Konkurrenz zur NPD, die „Republikaner“ (REP) oder die Deutsche Volksunion (DVU). Die rechtsextremen Strukturen werden durch die „Kameradschaften“ ergänzt, die vielfach nach den Verboten offen neonazistischer Parteien entstanden sind.
Das so gebildete faschistische Netzwerk eint trotz gradueller Unterschiede die Ideologie der Ungleichheit und die Akzeptanz politischer Gewalt.
Die unterschiedliche Ausprägung faschistischer Parteien und Gruppierungen wird mit den Zuordnungen „Rechtspopulismus“, „Rechtsradikalismus“, Rechtsextremismus“ und „Neonazismus“ vorgestellt und an aktuellen Entwicklungen untersucht.
In Zusammenarbeit mit dem Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager Papenburg wird ergänzend auf den historischen Faschismus und seine Opfer eingegangen.
Seminarleitung: Andrea Kötter
Referenten: Dr. Friedhelm Wolski-Prenger, ggf. DIZ/ Gedenkstätte Esterwegen
Wochenendseminar 21. und 22. August 2010
Historisch-Ökologische Bildungsstätte Emsland Papenburg
Anmeldeschluss: 23. Juni 2010
Teilnahmegebühr bei Zahlung bis zum 13.8.2010 = 35,00 Euro
Teilnahmegebühr bei Zahlung im Seminar 40,00 Euro
Einzelzimmerzuschlag 10,00 Euro
Wann & Wo
Samstag 21.08.2010
bis
Sonntag 22.08.2010
09:45 - 14:30 Uhr
26871 Papenburg