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Brauchen wir eine neue Frauenbewegung?

Mädchen sind heute besser gebildet als Jungen, alle Berufe stehen ihnen offen, sie entscheiden selbst über Kinder und Karriere. Ist damit die Gleichstellung der Frau heute kein Thema mehr?

Die Frauen, die sich immer noch mit dem Thema Gleichstellung beschäftigen, wirken unsouverän, gelten eher als schwach und rückständig in ihrer Rolle als „Opfer der Verhältnisse“, „Quotenfrau“ ist für junge Frauen ein negatives Etikett.

Trotzdem fühlen sich viele Frauen unbehaglich – „die Hälfte von allem“ haben sie nicht. In den Führungspositionen herrscht nach wie vor eine große Diskrepanz zwischen Frauen und Männern, einer UN-Studie zufolge schaffen es nur wenige Frauen in die entscheidenden Gremien von Politik und Wirtschaft. In Deutschland geht die Gehaltsschere wieder auseinander, fast nur Frauen arbeiten in schlechtbezahlten Jobs. Die Berufsverteilung von Frauen und Männern ist äußerst stabil, junge Frauen landen meist in den so genannten Frauenberufen mit geringem Einkommen.

Mit der egalitären Aufgabenverteilung ist es beim ersten Kind oft vorbei, Frauen tragen die größeren Familienlasten, gehen in Teilzeitarbeitsverhältnisse und leiden unter dem Karriereknick. Woran liegt das? Verhindern familienfeindliche Arbeitsbedingungen, Mütterklischees und Männerbünde, drohende Kinderlosigkeit von erfolgreichen Frauen und drohende Erschöpfung von arbeitenden Müttern die tatsächliche Gleichstellung in Politik und Gesellschaft?

Wir wollen in diesem Seminar darüber reden, wie Frauen motiviert werden können, in Politik und Wirtschaft ein entscheidendes Wort mitzureden, welche gesellschaftlichen Verhältnisse das behindern und welche frauenpolitischen Forderungen hier Abhilfe schaffen können. Auch die Frage, wie Frauennetzwerke oder Organisationen wie die AsF frauenpolitische Forderungen unterstützen und Frauenkarrieren in der Politik fördern können soll im Seminar diskutiert werden.


Seminarleitung: Mechthild Brandt
Referentinnen: Andrea Riedel-Elsner, N.N.
Freitag/Samstag
Bildungs- und TagungsZentrum HVHS Springe
Teilnahmegebühr bei Vorabüberweisung bis zum 17.9.2010 = 35,00 Euro
Teilnahmegebühr bei Zahlung im Seminar 40,00 Euro
Einzelzimmerzuschlag: 10,00 Euro
 

Wann & Wo

Bildungs- und TagungsZentrum HVHS Springe
Samstag 25.09.2010 17:00 Uhr
bis
Sonntag 26.09.2010 17:45 Uhr
Kurt-Schumacher-Str. 5
31832 Springe


 

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